Hier finden sich chronologisch geordnet die Titel und Programme unserer zurückliegenden Konzerte. Auch einige Pressestimmen werden wiedergegeben.
Gaudio magno – Hoch erfreut
Chormusik zum Advent
1. Dezember 2024, 18:00 Uhr | Garnisonkirche Oldenburg

Mit dem Programm „Gaudio magno – hoch erfreut“ möchte der DEMANTIUS CHOR OLDENBURG (Vor-)Freude auf den Advent vermitteln und auf die bevorstehende Weihnachtszeit einstimmen. Erklingen werden u.a. Johannes Brahmsʼ „O Heiland reiß die Himmel auf“ und Francis Poulencs Motetten zur Weihnacht. Im Mittelpunkt stehen somit die Sehnsucht nach dem Erlöser als Leitmotiv des Advents und die geheimnisvolle Faszination der Weihnachtsgeschichte. Aber der musikalische Bogen wird auch bis zur Renaissance zurück gespannt. Mit weiteren Werken von Thomas Weelkes, Benjamin Britten und Heinrich Kaminski soll ein festlicher Adventsabend entstehen..
Das Konzert war ursprünglich zum 50. Jubiläum des Chores 2023 geplant, konnte aber wegen Krankheit erst zum Advent ein Jahr später aufgeführt werden.
Das sagte die Presse:
„Die Sängerinnen und Sänger finden zu einem runden Klang, der auch in dynamischen Aufwallungen nie gezwungen wirkt, sondern stets natürlich bleibt. Ruhig fließend breiten sich die in reinen Harmonien schwelgenden Piano-Passagen aus. Bei präziser Intonation bestechen ein homogener Klang ohne Künstlichkeit und ein aufmerksames Ineinandergreifen der Stimmlagen. Was die Dirigentin besonders herausarbeitet: Alle Musik wahrt ein feines Geheimnis des Kommenden. […]
Und dann noch „O Heiland reiß die Himmel auf“ von Johannes Brahms und eben zwei der vier Motetten zur Weihnachtszeit von Poulenc. Da fordert der Franzose vom Chor flüssige Deklamation und fantasievolle Detailgenauigkeit. Das adelt ein Konzert, in de[m] ein Chor in komprimierter Form eindrucksvoll seine Vielfalt demonstriert.“
(H. Hollmann, Nordwest-Zeitung vom 03.12.2024)
Der Töne Licht – Ein Abend mit Johannes Brahms
10. Juni 2023, 20:00 Uhr | Altes Gymnasium Oldenburg
mit Christian Bauer am Klavier

Der Streifzug durch das reiche Liedschaffen des deutschen romantischen Komponisten zeichnet dessen Entwicklung zur musikalischen Gefühlsäußerung in vollendeter Form nach. Brahms’ Lieder sind stets eine Einheit von Musik und Text und Ausdruck von Stimmungen, Gefühlen und Erfahrungen, die uns heute noch genauso persönlich berühren und gegenwärtig sind wie dem Komponisten vor rund 150 Jahren. Sie sind gleichsam intime Innenschau und eindringliche Äußerung von Zerrissenheit, Sehnsucht oder Ergriffenheit. Sie thematisieren die Suche nach Zweisamkeit, die Anbetung der (unerreichbaren) Geliebten, das Abschiednehmen, aber auch Sagen und Wundersames oder Schaurig-Märchenhaftes. Sie verlangen nach innerer Ruhe, nach Einkehr in und mit der Natur und ihrer befriedenden Schönheit, nach Freiheit und Ferne als Gegenmodell moderner städtischer Starrheit. Gehen Sie mit auf diese abendliche Reise für Chor und Klavier und lassen Sie sich von der Bandbreite der Tonsprache in lichte Stimmung versetzen.
Jubilate Deo – Jauchzet dem Herrn
10. Juni 2022, 20 Uhr | Garnisonkirche Oldenburg
mit Thomas Meyer-Bauer an der Orgel
Dem Gottes- und Schöpferlob widmet sich das Chorkonzert mit Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy, César Franck und Benjamin Britten. Im Mittelpunkt stehen Psalmenvertonungen zur Lobpreisung Gottes und seiner Schöpfungskraft, zuvorderst der Psalm 100. Die Werke der Romantik und Moderne verbindet die Huldigung Gottes und der Glaube an die Schöpfung und die Macht des Segnens, aber ebenso die musikalische Balance zwischen klassisch gefügter Struktur und romantisch schweifender oder liedhaft geschlossener Melodik. Die Wiederbesinnung auf die alte Musik und den italienischen A-cappella-Stil wird spürbar. Zugleich zeichnen sich die Kompositionen für Chor sowie Chor und Orgel durch romantische Farbkraft, Leichtigkeit und Eleganz aus. Es ist Musik mit tröstendem Charakter, durch die der Wunsch, behütet oder begleitet zu werden, Ausdruck findet – gerade in der heutigen Zeit möchte das Konzert diesen Wunsch bekräftigen.
Die Himmel erzählen – Chormusik aus Skandinavien und dem Baltikum
Sonntag, 29. September 2019, 19:00 Uhr | Kreuzkirche Stapelmoor
Samstag, 25. Januar 2020, 18:00 Uhr | Garnisonkirche Oldenburg
jeweils mit Thomas Meyer-Bauer an der Orgel

Unendlich weit, farbengewaltig und mit faszinierendem Lichtspiel überwältigt der Himmel in Skandinavien. Von Nordlichtern, Mitternachtssonne und weißen Nächten bis zu bedrückender Dunkelheit reicht seine Eindrucksfülle. Diese Vielfalt spiegelnd bietet die skandinavische Chorliteratur ein ganzes musikalisches Universum.
Mit geistlichen Kompositionen aus Norwegen, Dänemark, Estland und Litauen möchte der Demantius Chor Oldenburg diese Vielfalt deutlich werden lassen. Von melancholischen volksliedhaften Melodien, in denen die Sehnsucht zur einzigartigen Landschaft im Norden widerhallt, über fast sinnliche Psalmenvertonungen hin zur modernen Bearbeitung, in der die mystische und geheimnisvolle Klangwelt fortschwebt, reicht das Programm.
Neben der Psalmenvertonung „Hvad est du dog skjön“ und dem „Ave maris stella“ von Edvard Grieg als dem norwegischen Komponisten schlechthin erklingen Teile der „Missa brevis“ von Knut Nysted sowie Werke der zeitgenössischen Komponisten Cyrillus Kreek (Estland) und Vytautas Miškinis (Litauen). Auf seine dänischen Wurzeln verweist auch Morten Lauridsen im „Ubi caritas et amor“. Warum Heinrich Schütz mit „Verleih uns Frieden“ und „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“, das namensgebend für das Programm ist, in diese nordische Klangwelt gehört, erfahren die Zuhörer im Laufe des Konzerts.
Mit diesen Werken soll die große Faszination des hellen, vokalreichen und vibratoarmen nordischen Chorklangs nachvollziehbar werden.
Lauda Jerusalem
Samstag, 11.05.2019, 19:00 Uhr | Schlosskirche Varel
mit Gesa Bauer am Klavier
Sonntag, 28.10.2018, 18:00 Uhr | Ohmsteder Kirche
mit Thomas Meyer-Bauer an der Orgel

Jerusalem – Sehnsuchtsort seit Jahrhunderten, vielfach beschrieben und besungen, ein Ort mit bewegender Geschichte bis heute.
Der DEMANTIUS CHOR OLDENBURG stellt Kompositionen verschiedener Epochen vor, die sich in Lobpreis und Trauer, Freude und Erschrecken diesem Ort nähern.
Claudio Monteverdi, William Byrd, Johann Hermann Schein, Rudolph Mauersberger und Herbert Howells vertonten Texte aus dem Psalter, dem Propheten Jesaja und den Klageliedern Jeremias. Sie spiegeln die wechselvolle Geschichte der Stadt und des Volkes Israel, haben die Freude über die Nähe Gottes, aber auch die Trauer über die Zerstörung des Tempels zum Thema.
Mit den Geschichten von der Menschwerdung Gottes und der Tempelreinigung schlagen die Komposition von Zoltán Kodály den Bogen zu Texten des Neuen Testaments. Den Abschluss des Programms bildet die Vertonung des 122. Psalms, einem Wallfahrtslied Davids.
„Wünschet Jerusalem Glück!… Es möge Frieden sein in deinen Mauern.“
Das sagte die Presse:
„Die beiden Leit-Motetten des Konzertes können kaum unterschiedlicher sein: Hier die melodische Fünfstimmigkeit Monteverdis, die wirklich lobt und preist und optimistisch klingt, und dort das kahle, düstere Klagelied des Propheten Jeremias von Rudolf Mauersberger. Die durchziehende Trauer verstand der Chor unter Leitung von Dorothee Bauer zum klingenden Ereignis werden zu lassen, dem sich niemand im Auditorium entziehen konnte. […] Dafür gab es in der Ohmsteder Kirche nach etwa hundert Minuten Chormusik in ausdrucksstarken Interpretationen den verdienten Beifall.“
(Nordwest-Zeitung vom 18.11.2018)
Gutes und Barmherzigkeit – Geistliche Abendmusik mit Werken von J. Brahms, M. Lauridsen, F. Mendelssohn Bartholdy u.a.
21. Mai 2017, 19.30 Uhr | Schlosskirche Varel
19. August 2017, 21 Uhr | Forumskirche St. Peter Oldenburg im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen
Misericordia – Barmherzigkeit ist das zentrale Thema in diesem Programm des Demantius-Chor Oldenburg. Schon in den Psalmen wird diese Barmherzigkeit Gottes besungen, so im 23. Psalm, an dessen Ende der Vers steht: „Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang…“
Auch im Magnificat, einem der neutestamentlichen Lobgesänge, singt die junge Maria von diesem Mitgefühl, das sie durch ihr Leben begleitet. Felix Mendelssohn Bartholdy hat über diesen Text eine seiner schönsten Motetten geschrieben, die in unserem Programm erklingt.
Wenn Johannes Brahms in seiner Motette „Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen“ Texte aus Hiob und den Klageliedern Jeremias, dem Jakobusbrief und einem Choral Martin Luthers, der den Anfang des Lobgesangs des greisen Simion aufnimmt, verknüpft und sie in seine Tonsprache übersetzt, ist das Erbarmen auch am Ende eines Lebens hörbar.
Als Ergänzung zu den drei genannten Texten erklingen zwei Vertonungen der lateinischen Antiphon „Ubi caritas et amor“ (Wo die Güte und die Liebe wohnt, da ist Gott). Morten Lauridsen und Maurice Duruflé verwenden beide in ihren Kompositionen die gregorianische Weise, die in ihrer Schlichtheit und Innigkeit durch die Jahrhunderte hindurch den Hörer anrührte.
Das sagte die Presse:
„In der Forumskirche St. Peter ließ der Oldenburger Chor überwiegend romantische und postromantische Klänge in einem A-capella-Programm hören. Die vielen Besucher in der überfüllten Kirche […] erlebten (trotz bisweilen etwas störender Nebengeräusche) eine hohe Stunde des Chorgesangs. […] Immer wieder bauten die knapp dreißig Sänger dieses erstklassigen Kammerchores ihre ausdrucksstarken Gesänge aus dem Leisten und Feinsinnigen heraus auf, ließen viele Nuancen und immer wieder andere Farben hören. Die Kontraste aus den dynamischen Aufschwüngen erschienen so noch wirkungsvoller, gerade etwa in Johannes Brahms‘ Warum ist das Licht gegeben op. 74 Nr. 1.“
(Volker Timmermann am 21.8.2017)
„Das Konzert in der Schlosskirche stellte aufs Schönste unter Beweis, dass der Demantius Chor zu den führenden A-capella-Formationen im Nordwesten zählt.“
(Hans Sauer in der Nordwest-Zeitung vom 23.5.2017)

