
Lux aeterna – ewiges Licht
(Un-)Endlichkeit in der Chormusik aus vier Jahrhunderten
Konzert am 7. November 2026
Mit dem Programm setzt sich der Demantius-Chor mit zentralen Fragen des Menschen zu seiner eigenen Endlichkeit auseinander, also mit Leben und Sterben. In welchem Verhältnis stehen Zweifel und Zuversicht, Klage und Trost, Leiden und Erbarmen, was gibt Hoffnung und wo ist Vergebung? Texte des Alten und Neuen Testaments, aber auch freie Dichtung von Heinrich v. Lauffenberg, Martin Luther und Christa Reinig stellen Fragen und geben Antworten, die Komponisten verschiedener Jahrhunderte in Musik umgesetzt haben.
Zu Beginn des Programms bilden je zwei Werke ein Frage-Antwort-Paar. Der bangenden Bitten um Gottes Begleitung in Johann H. Scheins „Wende dich Herr“ (Psalm 25) wird der schutzverheißende 121. Psalm (Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele.) in der Vertonung von Zoltán Kodály gegenübergestellt. Sodann zeichnet Stefan Kalmers „Es schläft ein Fürst“ den Tod als Allmacht, die alles Weltliche vernichtet, und lässt die Totentanzlyrik anklingen. Dem entgegen stellt Hugo Distler mit „Ich wollt, dass ich daheime wär“ die Sehnsucht nach dem Himmelreich als wahrer Heimat. Die so aufgeworfenen Gegensätze vom Tod als Ende respektive Erfüllung spiegelt Johannes Brahmsʼ Motette „Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen?“. Von der Frage des „Warum“ führt sie zur Verheißung des göttlichen „Erbarmers“ und des himmlischen „Trostes“. Felix Mendelssohn-Bartholdys „Nunc Dimittis“ (Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren) und „Selig sind die Toten“ von Heinrich Schütz nehmen den Gedanken der Erfüllung und Verheißung im „Gott Schauen“ und „Ruhen in Gott“ auf. Dem Wunsch nach unvergänglicher Ruhe, nach ewigem Licht, gibt schließlich „Lux aeterna“ in der modernen Komposition von John Newell (2020) Ausdruck.
Lux aeterna – (Un-)Endlichkeit in der Chormusik
Demantius-Chor Oldenburg
Leitung: Dorothee Bauer
7. November 2026, 19.30 Uhr, Garnisonkirche Oldenburg
Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

